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My closing statement read: "There is only one real effective and incentive method to encourage environmentally sound collecting of beverage one-way containers and it is deposit in combination with High-Tech R&D resulted Reverse Vending Machines!"


Die Konsequenz eines statistischen Fehlers


Zdroj/Source: PET Recycling Schweiz PETflash   PETFLASH 28/2003, s. 5-6
 

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Obwohl auch Deckel und Deckelring aus Polyethylen dem Recycling zugeführt werden, wird neu der auf sie  entfallende Anteil vom Gesamtgewicht der gesammelten PET-Getränkeflaschen in Abzug gebracht. Gleiches gilt für die Etiketten. Dies führt zwangsläufig zu einer tieferen Quote. Doch die positive Nachricht ist, dass trotz  angepasster, strengerer Messmethode der Verein PETRecycling Schweiz die vom Bund geforderte  Verwertungsquote mit 77% übertrifft. Doch wie ist das möglich?


Der Kassensturz behauptete in seiner Sendung vom 1. April 2003,dass der Verein PET-Recycling Schweiz (PRS) bei der Berechnung der Verwertungsquote bewusst eine falsche Berechnungsmethode anwendet, um die vom Bund vorgeschriebene Verwertungsquote von 75% zu erreichen. Stimmt diese Aussage?

Anlass für die Behauptung des Kassensturz bildet der Umstand, dass die Recyclingbranche mit zwei verschiedenen Mengen rechnet: Der Verein PRS, dem 90% der Schweizer Getränkeproduzenten angehören, sowie die dem Verein nicht angeschlossenen Getränkelieferanten melden dem Schweizerischen Verein für umweltgerechte Getränkeverpackung (SVUG) innert Jahresfrist das Gewicht aller gesammelten, nach Farben sortierten und in Ballen gepressten PET-Getränkeflaschen – inklusive Kunststoffdeckel und Papieretiketten.

Der SVUG hingegen rechnet nach eigenen Angaben bei der Verkaufsmenge nur das reine PET – sprich Flaschen ohne Deckel – und gibt dieses Gewicht dem Bund für die Recyclingstatistik an.

Der Bund sorgt dafür, dass die gesetzlich vorgeschriebene Verwertungsquote eingehalten wird und bescheinigt die Richtigkeit der angegeben Verkaufs- und Sammelmengen mit der Veröffentlichung der jährlichen Sammelquote.

Gesammelte PET Flaschen sind in Ballen zusammengepresst

Aufgabe des Vereins ist es, gebrauchte PET-Getränkeflaschen zu sammeln, d.h. die leeren PET Gebinde inklusive der Bestandteile der Flasche wie Kunststoffdeckel und Deckelring, da auch diese der Wiederverwertung zugeführt werden.

«Luft raus, Deckel drauf!» lautet die wichtige Werbebotschaft auf Containern und Plakaten. Zusammengedrückte Flaschen sparen Platz und mit Deckeln verschlossene Getränkeflaschen verhindern eine Verschmutzung des Sammelguts durch Restflüssigkeit.

Für jede in Prozenten ausgedrückte Zahl braucht es einen Zähler und einen Nenner. Dies versuchte die PRS vergeblich dem  Kassensturz beizubringen. Bei der intensiven Abstimmung der verschiedenen Statistiken in den letzten Monaten wurde tatsächlich festgestellt, dass die einzelnen Flaschengewichte zu hoch bewertet wurden. Zwischen dem SVUG und der PRS differierten diese um bis zu 18% oder 6 Gramm je Flasche! Licht ins Dunkel brachte nur noch eine repräsentative Erhebung der Gewichte bei den Abfüllbetrieben selbst und die zeitintensive Überprüfung der Deklarationen beim SVUG. Die einzelnen Flaschengewichte von über 200 Produkten, die mehr als 80% des Marktvolumens repräsentieren, wurden erhoben und die Statistik so auf eine neue, solide Basis gestellt. Mit dem Effekt, dass die statistischen Differenzen pro durchschnittliches Flaschengewicht auf unter einem Gramm verringert wurde.

Es bleibt also dabei! Die Schweizerinnen sind eben doch die herausragenden Sammler!  Mit einer Sammelmenge von 3,7 Kilo PET pro Einwohner liegt die Schweiz international an zweiter Stelle. Das hervorragende Resultat wird nur noch  von den Isländern mit 5,4 Kilo pro Einwohner übertroffen, einem Land mit weniger Einwohnern als die Stadt Lausanne (Quelle Petcore).

Problematisch bleibt aber die Situation beim Erreichen der Recyclingquote bei den kleinen 0,5-Liter-Getränkeflaschen. Diese werden vorwiegend im Freizeitbereich konsumiert und landen oft im Abfall. Die Gründe dafür sind einerseits die Bequemlichkeit der Konsumenten, die Flaschen richtig zu entsorgen, aber auch die Tatsache, dass es immer noch zu viele Verkaufsstellen gibt, die keine PET-Getränkeflaschen sammeln. Grund genug für das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) auch Bahnhöfe, Wurstbuden, Kioske und Tankstellen-Shops aufzufordern, leere PET-Gebinde zurückzunehmen. Sollte weder das Sammelstellennetz erweitert, noch die Recyclingquote für kleine Flaschen erhöht werden, wird der Bund die Einführung eines Pfands für 0,5-Liter-Flaschen intensiv prüfen.

Das haben Sie alles schon gehört? Das stimmt, und wir werden auch nicht müde, dies in jeder Ausgabe des PET-Flash zu erwähnen. Doch die Situation in diesem Jahr zeigt sich von einer neuen, unschönen Seite, denn die nationale Verwertungsquote wurde im Jahr 2002 unterschritten! Zu verdanken ist dies jenen, die ausserhalb des Sammelsystems der PRS stehen: den Selbstentsorgern wie z.B. Denner und Otto's Warenposten, die sich dem Verein PET-Recycling Schweiz bis heute nicht anschliessen wollten und fast jede fünfte Flasche in der Schweiz in Verkehr setzen. Für Sie zieht der Bund nun Sanktionen in Erwägung.

Um sicherzustellen, dass die Sanktionen des Bundes nicht auf die Sammelstellen und Mitglieder der PET-Recycling Schweiz ausgeweitet werden, muss es gelingen, die Verwertungsquote der PRS in kurzer Zeit von 77% auf mindestens 80% zu steigern.

 

 

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