PETrecycling CZ is non-commercial, independent, free & unsponsored Czech web portal for funs, communities, administrative, law-makers, politicians, PET plastic industry etc. in the Czech Republic. My closing statement read: "There is only one real effective and  incentive method to encourage environmentally sound collecting of beverage one-way containers and it is deposit in combination with High-Tech R&D resulted Reverse Vending Machines!
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Sigmar Gabriel
Rohstoffe dem Wirtschaftsprozeß erhalten


Zdroj/SourceDer Grüne Punkt PUNKT Magazin 1/06 (PDF, 1,90 MB, 36 str.)  INNOVATIONEN FÖRDERN (str. 12-14)
 

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Praxe prokázala, že nejvyššího koeficientu využití nápojových nádob (PET, skla a Al dóz) mùže být dosaženo výhradnì zálohováním, spojeným s odbìrem obalu po spotøebì nápoje pomocí moderních RVM automatù, nikoliv souèasnými zpùsoby z minulého století. Modernímu zpùsobu megaprodeje nápojù v obchodních øetìzcích musí odpovídat i moderní zpùsob manipulace s cennými a pro spotøebitele drahými nápojovými obaly po spotøebì a jejich následná recyklace. Tedy nikoliv energetické využití s ohromnými kvanty dioxidu, jako dosud

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Herr Gabriel, in den ersten Monaten im Amt haben Sie sich insbesondere mit der Treibhausgasminderung und dem Energiemix auseinander gesetzt. Wie wichtig ist die Kreislaufwirtschaft, um die deutschen Emissions-Minderungsziele zu erreichen, und für den Ressourcenschutz?


Sehr wichtig, obwohl dies bislang von vielen nicht so wahrgenommen wurde. Allein durch die zunehmende Behandlung von Abfällen und besonders durch die Beendigung der Ablagerung unbehandelter organikreicher Abfälle sind die Deponiegasemissionen seit 1990 um mehr als zwei Drittel zurückgegangen. Deponiegas enthält bis zu 60 Prozent Methan, einen echten Klimakiller. Ich bin sicher, daß die Abfallwirtschaft sogar noch mehr leisten kann. Ich denke an eine verstärkte stoffliche und energetische Nutzung der Abfälle. Auch durch eine bessere Wärmenutzung bei der Abfallverbrennung kann die Abfallwirtschaft in den nächsten Jahren spürbar zur Erfüllung der deutschen Kyoto-Verpflichtungen beitragen.

Erneuerbare Energien gehören zum Energiemix der Zukunft. Sie werden mit der Aussage zitiert, daß diese Energieformen den Ausstieg aus der Atomenergie besiegeln werden. Welche Bedeutung messen Sie in diesem Zusammenhang Brennstoffen aus Abfall bei?

Diese können zukünftig, wie auch andere alternative Brennstoffe, zunehmend fossile Energieträger ersetzen. Positiv ist dabei, daß Ersatzbrennstoffe aus Abfall oft erhebliche biogene Anteile haben, die klimaneutral verbrennen. Durch die Beendigung der Ablagerung unbehandelter Siedlungsabfälle stehen auch seit dem
1. Juni 2005 große Mengen heizwertreicher Abfälle als Ersatzbrennstoffe zur Verfügung, die sich zukünftig in effizienten Verbrennungsanlagen oder industriellen Mitverbrennungsanlagen nutzen lassen.

In einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ sagten Sie, der Umweltschutz habe eine klassische Schutzfunktion und müsse sich dabei um neue Technologien und Innovationen kümmern. Welche Innovationen sind das aus Ihrer Sicht bei der Kreislaufwirtschaft?

Wir verfolgen ja in der Kreislaufwirtschaft drei Ziele: Zunächst die negativen Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit – also die Schadstoffemissionen – zu minimieren; das ist die klassische Schutzfunktion. Zweitens geht es darum, bei knapper werdenden Ressourcen die Rohstoffe und Energieträger möglichst weitgehend dem Wirtschaftsprozeß zu erhalten. Und schließlich muß die Energie- und Materialeffizienz besser werden – die Art, wie wir mit Stoffen und Energie umgehen, muß immer als Beitrag zur Ressourcenschonung gesehen werden. Das alles regt vielfältige Innovationen an. Das fängt bei der Sammellogistik und der Deponie und Verbrennungstechnik an, geht über moderne Sortierverfahren, biologische Verfahren, aber auch integrierte Stoffstromkonzepte in der Produktion, und endet noch lange nicht bei langlebigen Produkten und Mülltrennung in den Haushalten.

„Die Trittbrettfahrerei muß eingedämmt werden, um die flächendeckende haushaltsnahe Erfassung von Verpackungsabfällen langfristig zu sichern.“ In Deutschland gibt es seit mehr als einem halben Jahr ein Deponieverbot für unbehandelte Siedlungsabfälle. Nicht alles lief so glatt wie geplant, mancherorts ist sogar von einem „Entsorgungsnotstand“ vor allem bei Gewerbeabfällen die Rede. Wie beurteilen Sie den Stand der Umsetzung des Deponieverbots?

„Notstand“ ist sehr übertrieben, wir stehen gut da. Daß diese völlige Neuausrichtung der Abfallwirtschaft trotz einer üppig bemessenen Übergangsfrist von zwölf Jahren nicht ganz reibungslos vonstatten gehen würde, ist nicht erstaunlich. Bund und Länder haben an der fristgerechten Umsetzung festgehalten, und das Ergebnis gibt uns Recht: Die öffentlich- rechtlichen Entsorgungsträger und die private Entsorgungswirtschaft haben schließlich mehr als 7,5 Milliarden Euro investiert und neue Behandlungsanlagen errichtet. Die Entsorgung von Haus- und Sperrmüll ist sichergestellt. Regional unterschiedlich knirscht es offenbar bei der Entsorgung von Gewerbeabfällen. Hier wurde vielfach bis zuletzt auf billige Deponierung gesetzt, anstatt sich rechtzeitig um neue Entsorgungsmöglichkeiten zu bemühen. Die Länder haben nach eigenen Angaben die Lage im Griff. Bis zur Verfügbarkeit der notwendigen Sortieranlagen und Verbrennungskapazitäten wird auf befristete Zwischenlagerung gesetzt. Eine allerdings teure Lösung, da die Lager ja anschließend wieder geräumt werden müssen.

Erklärtes umweltpolitisches Ziel ist die vollständige Wiederverwertung oder energetische Nutzung von Abfällen. Wie weit ist Deutschland auf diesem Weg zur Stoffstromwirtschaft bisher vorangekommen?

Ziel ist es, in den nächsten Jahren und Jahrzehnten die nachhaltige Abfall- und Kreislaufwirtschaft zu einer Stoffwirtschaft weiterzuentwickeln. Dabei stehen wir sicher noch am Anfang. Aber wichtige Schritte auf diesem Weg sind getan. Es sollte uns gelingen, durch Vermeidung, durch stärkere stoffliche und energetische Nutzung der Abfälle sowie durch technologisch anspruchsvolle Vorbehandlung der nicht verwertbaren Abfälle bis zum Jahr 2020 weitgehend und dauerhaft durch die Nutzung der im Abfall gebundenen Stoffe und Materialien auf die oberirdische Deponierung von Abfällen verzichten zu können.

Herr Minister, wie genau trennen Sie im Büro Ihren Abfall?

In den Büros des Bundesumweltministeriums sammelt der Reinigungsdienst Papier und Restmüll extra ein. Getränke für die Bewirtung von Gästen kauft das Ministerium in Mehrwegflaschen.

Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE), der Markenverband und die Arbeitsgemeinschaft Verpackung und Umwelt (AGVU) fordern, die haushaltsnahe Wertstoffsammlung zu sichern. Hintergrund seien die wachsende Zahl von Trittbrettfahrern und untragbare Wettbewerbsverzerrungen. Wie beurteilen Sie die Lage?

Ein fairer Wettbewerb ist wesentliche Voraussetzung für eine effiziente Umsetzung der Pflichten, die sich aus der Verpackungsverordnung ergeben. Wenn Einzelne die Kosten für die Entsorgung ihrer Abfälle Anderen aufbürden, ist das nicht nur unfair. Solche Wettbewerbsverzerrungen führen auch zu Preisverzerrungen und gehen zulasten der Verbraucherinnen und Verbraucher. Die Trittbrettfahrerei muß eingedämmt werden, um die flächendeckende haushaltsnahe Erfassung von Verpackungsabfällen langfristig zu sichern.

Die Umweltministerkonferenz sieht die Entwicklung der dualen Systeme durchaus mit Sorge. Sie hat die Bund/Länderarbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) beauftragt, die Lage auf dem deutschen Rücknahme- und Recyclingmarkt zu untersuchen und die Transparenz zu verbessern. Teilen Sie diese Sorge, und wo sehen Sie den größten Handlungsbedarf?

Nein, die Sorge teile ich nicht. Aber es stimmt, die Situation ist unbefriedigend und gibt Veranlassung gegenzusteuern. Auf Bitte der Umweltministerinnen und -minister der Länder und des Bundes hat die LAGA bereits eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die auf Grundlage der Erfahrungen der Länder aus dem Vollzug Vorschläge erarbeiten soll, wie der Wettbewerb und die haushaltsnahe Erfassung gesichert werden können. Diese Vorschläge sollten wir nun erst mal abwarten, um dann rasch zu entscheiden, was zu tun ist.

 

 

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